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Posaunenchor Großwendern

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Geschichte

Bläser

Für ein Dorf  mit 470 Einwohnern war es etwas Besonderes, dass vor 40 Jahren sich junge Männer zusammenfanden, um einen Posaunenchor zu gründen.

Initiatoren waren der damalige Pfarrer Peter Ludwig in Spielberg und Bürgermeister Karl Bäsel, Großwendern. Nachdem in Spielberg eine Bläsertruppe zusammengestellt worden war, ließ es die Großwenderner nicht ruhen, trotz gemeinsamer Kirchengemeinde einen eigenen Chor zu gründen.
Man brauchte zunächst Instrumente. Alte Instrumente aus den umliegenden Dörfern wurden gesammelt, ab und zu ein neues dazu gekauft. Chorleiter wurde der frühere Militärmusiker Lorenz Erhardt, damals bereits 64 Jahre alt.
12 Bläser starteten unter seiner Leitung und sie lernten rasch, denn viele spielten bereits andere Instrumente. An Weihnachten konnte der erste Choral geblasen werden. Zur Konfirmation 1965 spielte bereits ein gemeinsamer Chor aus Spielberger und Großwenderner Musikern. Im Jahr 1966 geriet der Chor in eine Krise. Einige Bläser blieben den Proben fern.

Pfarrer Ludwig gewann den neuen Lehrer an der zweiklassigen Volksschule in Großwendern, Georg Dülp, als Chorleiter. Dieser hatte in Kronach 1954 mit dem Blasen begonnen, dann in Ahornberg den Posaunenchor geleitet und begann nun in Großwendern neu. Er ordnete das Instrumentarium, lernte Jungbläser an und ließ im Schulhaus mittwochs proben. In Abständen wurden immer wieder junge Menschen zu Bläsern angelernt und regelmäßig zu Fortbildungsveranstaltungen geschickt.
Bald spielte der Chor regelmäßig bei Beerdigungen, Jubiläen und vielen öffentlichen Anlässen.

Im Laufe der Jahre kamen die Bläser auf Ausflugsfahrten nach Österreich, in die Schweiz, nach Ungarn, Polen, der CR, zu Gottesdiensten nach Schwäbisch-Gmünd, Berlin, Starnberg, Coburg, Ochsenfurt und Obereisenheim. Ein Ständchen bekam Landesbischof Hermann Löwenich zum 65. Geburtstag. Bei allen Veranstaltungen des Kultur- und Sportkreises in der Stadthalle waren die Großwenderner Bläser vertreten.

Im Mittelpunkt allen Blasens stand immer der Gottesdienst und der Gemeindechoral.

Von den Gründungsmitgliedern sind noch Adolf Bäsel und Gerhardt Teschner dabei.

Der älteste Bläser ist 72 Jahre, der jüngste 10 Jahre alt.
Das Durchschnittsalter beträgt 34,8 Jahre.

Wären noch alle dabei, die einmal mitgeblasen haben, hätte der Chor heute die Stärke von 56 Personen.

Jährlich wird an etwa 40 Abenden geprobt und ebenso viele Einsätze sind zu verzeichnen; in 40 Jahren kommen somit 3200 Chorproben und Einsätze zusammen.

Seit 20 Jahren steht Walter Gebhardt als Obmann an der Spitze, neben Georg Dülp, der seit 1967 den Chor leitet, Kassier ist Andreas Preiß.

Im Jahr 2003 wurden wiederum sechs Jungbläser in den Chor aufgenommen.

Zwei Veranstaltungen werden im Zeichen des Jubiläums gefeiert: einmal am Sonntag, 26.09. um 16 Uhr in der kath. Kirche in Marktleuthen eine Bläserfeierstunde zusammen mit dem Hofheimer Singkreis („Spirituals und andere Ohrwürmer“), wobei ein Teil der freiwilligen Spenden den beiden Kindergärten zukommen soll, und
am Erntedankfest um 9 Uhr in der Auferstehungskirche Großwendern gestaltet der Chor mit Kindergottesdienstkindern, Konfirmanden und Kirchenvorstehern den Festgottesdienst allein.
Das Motto gilt weiterhin:  „Bekenner – Beter – Boten sein“  das Thema des Posaunentages in Nürnberg.

In der Bläserfeierstunde wurden vom Landesobmann Hans-Jürgen Johnke geehrt:
Georg Dülp für 50jährigen Bläserdienst und 40 Jahre Chorleitertätigkeit
                            mit Urkunde und Nadel
Walter Gebhardt  für 30 Jahre Bläserdienst und 20 Jahre als Obmann mit Urkunde
Adolf Bäsel und Gerhard Teschner als Gründungsmitglieder und 30jährigen  Bläserdienst mit der goldenen Bläsernadel

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